Historie

Historie

Wie alles begann...

Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1951 hat die Wallbergbahn mehr als 13 Millionen Fahrgäste befördert. Werfen Sie hier einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte der Wallbergbahn: 

  • Erstes Werbeplakat 1951 Erstes Werbeplakat 1951
  • Arbeiten an der Talstation (1950) Arbeiten an der Talstation (1950)
  • Montage des Tragseiles (1951) Montage des Tragseiles (1951)
  • Einweihung der Wallbergbahn (20. April 1951) Einweihung der Wallbergbahn (20. April 1951)
  • Terrasse des Wallberghotels in den 50er Jahren Terrasse des Wallberghotels in den 50er Jahren
  • Speisesaal des Wallberghotels in den 50er Jahren Speisesaal des Wallberghotels in den 50er Jahren

"ein traumhaft schönes, sicheres Schweben."

Es ist ein traumhaft schönes, sicheres Schweben, das mit einzigartigen Blicken in das Tegernseer Tal, auf den Kranz der umliegenden Berge und auf die sich immer neu zeigenden Gipfel der Hochgebirgswelt überrascht. Die Unterhaltung verstummt, der Mund schweigt, Augen und Herzen öffnen sich.
Quirin Hagn 

 

Erste Pläne in den zwanziger Jahren

Die Geschichte der Bahn auf den Wallberg beginnt nicht erst mit ihrem Bau in den Jahren 1950 und 1951. Bereits in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte eine Gruppe um den Gasthofbesitzer Max Bachmair versucht, Investoren für die Errichtung einer Personenseilbahn zu gewinnen. Doch trotz einer in Aussicht gestellten Rendite von fast acht Prozent gelang es nicht, das für den Bau erforderliche Kapital zu sammeln. Das Projekt scheiterte.

 

Gründung der Wallbergbahn AG am 10. Juni 1950

So blieb es einer Gruppe weitsichtiger Männer um den Ingenieur Kurt Becker, den örtlichen Kassenverwalter Sebastian Daimer und den Rechtsanwalt Dr. Karl Schnell vorbehalten, die Pläne für den Bau einer Bahn auf den Wallberg wieder aufzugreifen und am 10. Juni 1950 unter der Führung der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank eine Wallbergbahn Aktiengesellschaft zu gründen, die nur wenige Tage später mit dem Bau der Bahn begann.

 

Bau der Bahn in nur neun Monaten

Dieser erfolgte entlang der bereits zwanzig Jahre zuvor projektierten Trasse, die in einer Länge von 2.130 Metern an der westlichen Seite des Brunnentalgrabens auf das 1.624 Meter hoch gelegene Plateau zwischen dem Wallbergkircherl und dem eigentlichen Gipfelanstieg führte. Die Bauarbeiten führte eine aus den Münchner Firmen Held & Francke und Josef Riepl gebildete Arbeitsgemeinschaft unter größtmöglicher Beteiligung einheimischer Bau- und Handwerksbetriebe durch. Für die Bahn selbst entschied man sich für eine Zwei-Seil-Umlaufkabinenbahn der Kölner Firma J. Pohlig AG mit 42 Kleinkabinen für jeweils vier Personen.

Obwohl der Winter 1950 früh einsetzte und starken Schneefall mit sich brachte, konnte der Bau der Bahn sowie der Tal- und der Bergstation mit Nebengebäuden nach nur neun Monaten termingerecht abgeschlossen werden. Am 20. April 1951 wurde die Wallbergbahn feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

 

Gastronomie und Hotellerie am Wallberg

Nur wenige Wochen danach wurde von der Wallbergbahn AG neben der Bergstation ein Gasthaus errichtet, das im Innern und auf der Terrasse jeweils 200 Menschen Platz bot. Das ihm angeschlossene und 1953 fertiggestellte Hotel verfügt über elf Zimmer mit 23 Betten und bot nicht zuletzt zahlreichen Prominenten aus Film, Musik, Sport und Politik Ruhe und Erholung.

Zwischen 1952 und 1963 pachtete die Wallbergbahn AG zudem von der Almgenossenschaft das Wallberghaus, das in acht Doppelzimmern und einem Schlafsaal insgesamt 46 Menschen Platz bot.

Schließlich zählte ab Beginn der sechziger Jahre auch das Café Alpenwildpark an der Talstation zum Angebot der Wallbergbahn.

 


  • Skirennen am Wallberg (1953) Skirennen am Wallberg (1953)
  • Das Skigebiet am Wallberg Das Skigebiet am Wallberg
  • Der goldene Schild vom Wallberg (1952) Der goldene Schild vom Wallberg (1952)

Der Wallberg als Wintersportgebiet

Große Bedeutung erlangte der einst für seine schnelle Rodelbahn bekannte und beliebte Wallberg - und mit ihm die Bahn - in den fünfziger Jahren als Wintersportgebiet. Die bereits 1934/35 geschaffene Standardabfahrtstrecke, die schnell und wechselvoll über den Erlenhang und den Glaslhang hin zum gefürchteten Kanonenrohr führte, wurde im Winter 1951/52 durch eine zweite Abfahrtstrecke ergänzt. Die 5.400 Meter lange Moosabfahrt bot auch ungeübten Fahrern die Möglichkeit, am Wallberg ihrem Skivergnügen nachzugehen.

Im Winter 1952/53 errichtete die Bahngesellschaft zwei Lifte, den Schlepplift am Kircherlhang und den Sessellift auf den Setzberg, die den Zugang zu beiden Abfahrten erheblich verbesserten.

 

Der Goldene Schild vom Wallberg

Aufmerksamkeit weit über das Tegernseer Tal hinaus fand zwischen 1951 und 1959 das vom Skiclub Rottach-Egern veranstaltete Rennen um den "Goldenen Schild vom Wallberg". Der Wettkampf um die von der Wallbergbahn AG gestiftete Trophäe wurde von 1954 an sogar als offizieller Abfahrtslauf der Fédération Internationale de Ski (FIS) ausgetragen. Erste Gewinner waren der mehrfach bayerische und deutsche Abfahrtsmeister Karl Maurer vom SC Rottach-Egern und die Olympia-Teilnehmerin Marianne Seltsam vom SC Tegernsee. Den Streckenrekord hält bis heute Toni Sailer mit seiner Bestmarke von 2.22,7 Minuten aus dem Jahr 1954.

Der ausbleibende Schneefall und die zunehmende Attraktivität der dem Tegernseer Tal nahe gelegenen österreichischen Skiorte führten in den siebziger und achtziger Jahren zu einem Niedergang des Wallberges als Skisportgebiet, der einen wirtschaftlichen Betrieb der Skilifte zunehmend unmöglich machte.

 

Genehmigung zum Jubiläum: Der Wallberg erhält eine Rodelbahn

Vieles deutet gegenwärtig allerdings darauf hin, dass das Wintersportgebiet Wallberg alsbald wieder zu seinen Wurzeln zurückkehren könnte. Mit der im Dezember 2001 eröffneten Rodelbahn konnte an eine Tradition angeknüpft werden, die bereits vor mehr als hundert Jahren bestand. Bis in die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein nämlich war der Wallberg vor allem ein Rodelberg und waren die dort alljährlich ausgetragenen Mangfall-Meisterschaften weit über das Tegernseer Tal hinaus bekannt gewesen. Die Rodelbahn, der sogenannte "Winterweg", war allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg kaum mehr genutzt worden und verfallen. 

  • Panoramarestaurant am Wallberg Panoramarestaurant am Wallberg
  • Der Gastraum Der Gastraum

Der Wallberg: ein Natur- und Freizeiterlebnis der Superlative

Die Baugenehmigung für die Rodelbahn ist der vorläufig letzte Schritt, den die Gesellschafter, die Geschäfts-führung und die Belegschaft der Wallbergbahn in den vergangenen Jahren unternommen haben, um die Bahn auf Münchens Sonnenberg zukunftsfest zu machen. Dazu zählen auch die laufenden Investitionen in Technik und Wartung, die den modernsten Sicherheitsstandard für die Fahrgäste der Bahn gewährleisten, und nicht zuletzt der Bau des Panoramarestaurants im Jahr 1998.